Wir nehmen Abschied von Peppi


Hans-Peter Peickert? Wer?

Fragte man in seiner Mannschaft, seinem geliebten Elternhockey-Team Mainhoppers nach einem Spieler Peickert, bekam man oft nur ratlose Gesichter zu sehen. Nur langjährige Weggefährten wussten, wer damit gemeint war. Aber „Peppi“, wie er überall liebevoll genannt wurde, das war jedem geläufig. Jeder kannte das Urgestein, das nach seinem Ausscheiden aus dem Travelling Team, Teil unserer Mannschaft Mainhoppers war.

Und das noch bis vor kurzem aktiv auf dem Platz. Trotz seines hohen Alters. Mit über 80 Jahren der Senior, mit weitem Altersabstand zu seinen Mannschaftskollegen. Er war immer dabei im Training, bis zuletzt – und wenn mal nicht, von jedermann vermisst. Wo ist Peppi?

Natürlich war sein läuferischer Radius nicht mehr der seiner früheren Tage. Das von ihm beackerte Areal war nicht sehr groß. Böse Zungen behaupteten gelegentlich nach dem Training, es sei etwa so groß wie ein Bierdeckel. Aber diesen Bereich, hatte er ihn erstmal erklommen, verteidigte er leidenschaftlich. Und schwang dort seine Hockeykeule, die vermeintlich keinen Tag jünger war, als er selbst. Zum Schrecken seiner Gegenspieler und besonders der Torhüter, denen er noch so manchen Ball versenkte.

Schrecken auch, als Peppi vor einigen Jahren auf dem Hockeyfeld zusammenbrach – leblos. Aber seine Mannschaftskollegen wollten ihn nicht so klammheimlich ziehen lassen und holten ihn mit beherztem Einsatz zurück ins Leben. Peppi hatte sich von diesem herben Schlag erstaunlich schnell wieder erholt und seinen Platz in der Mannschaft eingenommen, als sei nie etwas passiert.

Auch in weniger sportlichen Bereichen verbreitete Peppi leichten Schrecken, Immer dann, wenn er sich anschickte, eine seiner Anekdoten zu erzählen. Aus seiner Jugend, aus seinem Leben, seinem Sport, unserem Club. Das konnte er episch ausführen, der Genuß seiner Bonmots konnte legendär lange dauern. So schnell konnte ihm da keiner entkommen, er ergatterte jeden.

Das tat er aber auch mit seiner charmanten und geselligen Art, was sogar dazu führte, dass mancher überehrgeizige Teamkollege sich angesichts seiner Anwesenheit voller Respekt zurücknahm und in Rücksicht übte.

Die Mainhoppers schmückten sich gerne mit Peppi und seinem Alter. Ein Mannschaftsteam, in dessen Mitte sich ein Achtigjähriger wohlfühlte, konnte doch nur ein Gutes sein!?

Peppi feierte gerne. Zuletzt an seinem runden Geburtstag, den wir gemeinsam mit Ingrid in der alten Clubhütte begehen durften.

Der größte Schrecken ist jetzt erfolgt:

Peppi ist nicht mehr da!

Die Lücke, die er hinterlässt, wird nicht zu füllen sein.

Allewiu, Peppi! Du wirst uns schrecklich fehlen.

Die schöne Zeit mit Dir bleibt uns unvergessen.

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