Rückblick auf den 17. Gloriosa-Cup in Erfurt – 09.05.2026

… oder auch: Die Entdeckung des kubanischen Abends am Wenigemarkt!!!

Diesmal waren wir eine reine Mixmannschaft – bestehend aus Spielerinnen und Spielern aus sage und schreibe zwei West- sowie ehemaligen Ost-Bundesländern.

Von der „Eebsch Seid“ durften die Heidesheimer und Bad Kreuznacher von der Rhein- bzw. Naheseite einreisen. Über die Ablösesummen von Ines, Micha, Markus und Christian muss allerdings noch nachverhandelt werden. Die hessische Gegenpartei zeigte sich grundsätzlich verhandlungsbereit – allerdings nur unter der Bedingung, dass im nächsten Jahr weiterer personeller Zuwachs garantiert wird. Also liebe Obstler, Peffermiehler und Salinengeister: Wir freuen uns jetzt schon auf Euch!

Und freuen durftet ihr euch auch auf die Unterkunft. Genächtigt wird nämlich in Fässern. Denen von der „Eebsch-Seid“ dürfte das ja durchaus nicht fremd sein – nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Fässer im Burgenland tatsächlich zum Schlafen genutzt werden und nicht, wie zu Beginn von einigen aus dem Weinland Kommenden vermutet, mit gärendem Wein gefüllt sind.

Den brachten wir selbstverständlich kultiviert in Flaschen mit! 

Die Fässer dienen also dem zivilisierten Schlafen – sogar mit Heizung! Wobei es unter uns natürlich auch eine echte Hardcore-Schläferin gab: im Zelt, bei Minusgraden und offenem Zeltdach … liebe Ines – Chapeau! 

Die Mainhoppers sowie die Löwenbande pilgerten also von der hessischen Seite aus an. Andrea (groß), Andrea (klein), Jürgen und Mechthild zeigten dabei bemerkenswerte Integrationsbereitschaft und reisten gemeinsam mit der „Eebsch-Seid“-Fraktion in die thüringische Burgenlandschaft ein.

Im letzten Augenblick traf sogar noch Sandro aus seinem heimischen Meiningen ein, ein langjähriger Mainhopper, der extra in die Landeshauptstadt reiste, um unserer Mixmannschaft zusätzlich eine gewisse „einheimische Note“ zu verleihen… und, um Tore zu schießen!! Dafür nochmals ein herzliches Dankeschön!

Mit welcher genauen Zielsetzung wir dieses Jahr zum 17. Gloriosa-Cup gepilgert sind, ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Es hätte mehrere Möglichkeiten geben können:

  1. Wenigstens ein paar ernstzunehmende Torschussversuche auf das gegnerische Tor zustande zu bringen!!! 
  1. Tatsächlich ein Tor im Turnier zu erzielen – was nach unseren Erfahrungen aus Raffelberg ungefähr so realistisch erschien, wie den „Äbbelwei“ in Rheinland-Pfalz zu etablieren … oder aber
  2. Die Entdeckung des kubanischen Abends am Wenigemarkt!!! 

Dazu folgende Erläuterungen:

Zu 1. Wenigstens ein paar ernstzunehmende Torschussversuche …

Diese Zielsetzung wurde bereits im ersten Spiel – nach nicht einmal zwei Minuten – eindrucksvoll erfüllt.

Gegen die Gastgeber sorgten Andrea (klein) und Markus mit zwei frühen Aktionen tatsächlich für ernstzunehmende Torschüsse auf das gegnerische Tor. Die Begeisterung innerhalb der gesamten Mixmannschaft kannte daraufhin keine Grenzen mehr.

Schon zu diesem Zeitpunkt waren wir uns einig, dass unser Gesamtziel für das Turnier eigentlich bereits erreicht – wenn nicht sogar deutlich übertroffen – worden war. Kurzzeitig stand sogar die Überlegung im Raum, das Turnier vorsorglich nach drei Minuten zu beenden, um diesen historischen Moment für immer ungetrübt in Erinnerung zu behalten.

Dass das Spiel am Ende tatsächlich 2:0 für uns ausging, konnten wir kaum fassen.

Womit nebenbei auch Zielsetzung Nummer 2 („Ein Tor im Turnier zu schießen“) völlig unerwartet und in rekordverdächtiger Geschwindigkeit erfüllt worden wäre.

Der weitere Turnierverlauf gestaltete sich dann eher durchwachsen: eine 1:2-Niederlage gegen die „Freiberger Bergstadtknüppel“, ein Unentschieden gegen die „Hockeyeulen“ aus Leipzig, eine Niederlage gegen Tresenwald aus Machern sowie ein weiteres Unentschieden gegen die Anhaltiner Blitze aus O’Burg sorgten dafür, dass unsere zwischenzeitlichen Titelträume wieder in den Bereich der Normalität zurückkehrten.

Trotz allem erreichten wir tatsächlich doch noch das Spiel um den 7. Platz. Dort trafen wir auf eine „Jugend-forscht“-Gruppe der Himmelsstürmer aus Kassel – wobei der Name wirklich Programm war. Nach kurzer gemeinsamer Analyse der körperlichen Voraussetzungen, der verbleibenden Energiereserven und der allgemeinen körperlichen Restbedürfnisse einigte man sich schließlich auf einen gemeinsamen 7. Platz (Unentschieden!!!).

Mit diesem Ergebnis waren wir mehr als zufrieden. Schließlich hatten wir bereits im ersten Spiel fast sämtliche ursprünglich gesteckten Ziele erreicht – und teilweise sogar deutlich übertroffen.

Fragt sich jetzt nur noch, was es mit der 

3. Zielsetzung: Die Entdeckung der „kubanischen Nacht“ am Wenigemarkt auf sich hatte. 

Um dies zu verstehen, bedarf es eines kurzen Rückblicks ins vergangene Jahr:

Bereits 2025 ging unter den Mainhoppers das hartnäckige Gerücht um, dass in Erfurt irgendwo eine sogenannte „kubanische Nacht“ stattfinden sollte. Daraufhin spaltete sich die Mannschaft in zwei Gruppen: die eine Fraktion widmete sich hingebungsvoll der Erfurter Hochkultur und erklomm den Berg zur begehbaren Zitadelle, um historische Bildung zu betreiben. Die andere Fraktion – die bodenständigeren Kneipengänger – setzte sich hingegen das deutlich ambitioniertere Ziel, die sagenumwobene „kubanische Nacht“ zu entdecken.

Doch trotz intensiver Feldforschung und ethnologischer Untersuchungen gelang es den Mainhoppers damals nicht, diesen musikalischen Schatz tatsächlich zu entdecken.

Die Mission wurde daher im Jahr 2026 feierlich an die Mixmannschaft Rhein-Main-Nahe übertragen. Ines, Rita, Andrea (klein), Andrea (groß), Christian, Jürgen und Markus nahmen diese Verantwortung ausgesprochen ernst und starteten einen weiteren Versuch, den vermutlich musikalischen Hochgenuss kubanischer Tradition aufzuspüren.

Und es kam, wie es kommen musste, durfte und vielleicht sogar vorherbestimmt war: das Festival existierte tatsächlich! Mitten im Herzen Erfurts, zwischen mittelalterlichen Fachwerkhäusern, den Gassen rund um die Krämerbrücke und einem bunt gemischten Publikum erklangen plötzlich wunderbare Rhythmen kubanischer Traditionsmusik.

Fast niemand konnte sich den Klängen entziehen. Überall wurde mitgewippt, geschunkelt, getanzt und begeistert das Tanzbein geschwungen. Selbst die sportlich bereits angeschlagenen Teilnehmer entwickelten plötzlich eine erstaunliche Beweglichkeit.

Die „kubanische Nacht“ war im Jahr 2026 für die Rhein-Main-Nahe-Mixmannschaft endgültig entdeckt!!!

Und so verbleiben wir – in der Hoffnung, dass auch im kommenden Jahr wieder kubanische Musik die Erfurter Altstadt erfüllt – ebenso wie in größter Vorfreude auf den

18. Gloriosa-Cup 2027

Mit herzlichsten Hockey-Grüßen
Eure Mechthild

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