Erlanger Hockey Gwerch am 11. /12.11.2023

Traditionelle Eröffnung der Hallensaison in Erlangen ! Wie jedes Jahr um diese Zeit das gleiche Drama – der Wecker klingelte um halb sechs morgens, die Einen freuten sich „endlich raus aus dem Bett, juhu😊 !“, die Anderen empfanden es als Höchststrafe…. ☹ Aber dafür erfolgte die Anreise trotz strömendem Regen stau- und problemlos, Ankunft ‚pünktlich wie die Dachdecker‘ und das erste „Halli-hallo / ihr seid ja auch schon da“ mit den anderen Teams. Noch bevor es richtig losging, jagte uns Winni allerdings schon einen kleinen Schrecken ein – der Kreislauf machte schlapp und nach gründlicher Untersuchung und Beratung durfte oder mußte er den Tag auf der Bank verbringen. 

Der Kenner weiss: für die Erlanger Halle gilt das Motto „46 Stufen mußt Du gehen – willst Du die Essenstheke sehen 😊!“ ( bzw. andersrum: die Raucherzone/die Toiletten ! ) Es kann also sorglos zwei Tage lang gegessen und getrunken werden, das läuft man entweder dort wieder ab ODER notgedrungen noch auf dem Spielfeld ! Und das Essensangebot war wieder lecker, für alle was dabei, ob Fleischesser oder nicht, und dazu noch eine extra Kaffeestation. Tolle Idee, schmeckte sehr gut und wurde auch entsprechend gut frequentiert ! 

Unsere drei Spiele am Samstag gegen die Gastgeber, Großgründlach und die Wolpertinger verloren wir mit 0:2, 0:4 und 0:1, aber von lahm und langweilig konnte keine Rede sein. Was noch Keiner wissen konnte: wir folgten ja unserem Motto am Abend („…. wollen EINMAL nicht verlieren….“), das hätte sonst nicht zu unserem Text gepasst 😊. Aber dazu später mehr. Alle blieben heil und in den berühmt-berüchtigten Sonderspielen taten sich insbesondere Anne und Christian J. hervor. Aufgabe: „befördere kleine Bälle aus einem Karton heraus, der auf dem Rücken befestigt ist“. Das klang schon schräg und war es auch – aber dank unserer gelenkigen Mitspieler und einem Bewegungsmuster, das entweder als „Limbo“ oder „Vollrausch“ interpretiert werden konnte, bewältigten sie das gut ! Weiter waren noch kleine Bälle in einen Becher zu werden, der am Bein befestigt war – das war im Vergleich schon fast harmlos !! 

Am Nachmittag ab ins Hotel, erstes Mal „Holiday Inn Express“. Ging sowohl per pedes, als auch per Auto, je nach Gepäckmenge und -gewicht. Eine gute Wahl, vor allem für die Chronistin – die war mit ihrem Riesenzimmer überaus zufrieden 😊 ! ( es war u.a. behindertengerecht eingerichtet, aber das war doch hoffentlich reiner Zufall ! ). So Mancher hatte aber seinen „Kampf“ mit der modernen Technik: warum fährt der Fahrstuhl nicht weiter ? (IMMER die Zimmerkarte ans Lesegerät halten ) Wie gehen die kleinen Lampen am Bett aus ? Mit einem Schalter oder Knopf offenbar nicht, also schliefen einige im Hellen…. ( IMMER die Lämpchen energisch bzw. mit sanfter Gewalt in die Halterung drücken, DANN gehen sie aus ! ) Kann man die rauschende Klimaanlage abstellen, oder ist man dann morgens tot ?? ( lt. Rezeptionist: JA, man kann sie unbesorgt abstellen. Ach so ! ) 

Wie im Vorjahr ging es am Abend zur Thalermühle, auch da konnten wir laufen, obwohl noch ein schweres Utensil für das Unterhaltungsprogramm mitgeschleppt wurde (Bluethooth-Lautsprecher!). Das Essen auch hier reichlich und lecker, das Buffet bot genug von Kürbissuppe über Salate bis zu Hauptgerichten mit und ohne Fleisch und hinterher Tiramisu und Kaiserschmarrn 😊. 

Am Nachbartisch bei den Münchner Wolpertingern saß etwas unter dem Tisch und bewegte sich – jeder normale Mensch erwartet dort natürlich das gleichnamige Fabelwesen. Aber denkste, es war ein junger Hund, 5 Monate alt, schon ordentlich groß. Der hatte dann ausgeschlafen, Lust auf Spielen und freute sich über jede Aufmerksamkeit. Allerdings in Form von ( jetzt noch ) vorsichtigem Reinbeissen in alles, was sich bewegt inkl. Halskette, Armbanduhr und dazugehörigem Arm – da muß wohl noch etwas Erziehungsarbeit geleistet werden, sonst geht das später mal schief !  

Die Aufgabe der Gastgeber an die Teams: am Abend ein Lied und/oder eine Performance vortragen. Da wurde nun Einiges geboten, von einer Art Line-Dance bis zur Interpretation von „We will rock you“. Die Mainhoppers entschieden sich pragmatisch für eine Darbietung gemäß ihrem Motto „Ahnungslos auf dem Feld, das ist unsre Hockeywelt“, der Text ist bei den Bildern zu finden ( oh je, und es gibt wohl auch ein Video !!! ). Die Reaktion von Helene Fischer auf diese Neuinterpretation ist bisher nicht bekannt …. Hatten wir noch im Hotel angestrengt geprobt und das Ganze liebevoll vorbereitet, ist doch möglicherweise Singen ( auch ) NICHT unsere Kernkompetenz 😊 ! Auf jeden Fall hatten wir aber die Lacher auf unserer Seite, und kreativ waren wir zweifellos ! 

Seltsam, daß es nicht alle Teams schafften, sich etwas einfallen zu lassen. Noch dazu, wo doch schon Liedertexte zum Kauf angeboten wurden, fast wie auf dem Schwarzmarkt. Da gab es Perlen der Popkultur wie „Schläger, Nase, Mundschutz bricht, aber unsre Liebe nicht !“ schon ab 10 Euro aufwärts. Schade eigentlich ! 

Verlorengegangen war auch irgendwie und irgendwo der DJ für den Abend. Da sprang dann ( A- )Line vom Team aus Bautzen ein und warf sich in die Bresche, sie sorgte bis weit nach Mitternacht selbstlos für die musikalische Unterhaltung.   

Nach mehr oder weniger langer Nacht gab es Sonntag früh einige etwas schwere Köpfe, zudem griff Winni wieder ins Geschehen ein, dafür pausierte Peter. Ob’s daran lag oder woran auch immer: JETZT lief es recht rasant, gegen die Wasen Chilis wurde ein 1:0-Sieg eingefahren und gegen die Goldschläger ein Weiterer…2:1. Gratis dazu gab’s noch die eine/andere Beule, und schlussendlich bei der Verabschiedung ein Fässchen Bier für jede Mannschaft. Sieger ist hier Jeder ! 

Oh Wunder: die Kreuznacher überreichten einen Korb mit Weinflaschen, und die waren a) noch heil, trotz Sturz auf den Hallenboden, und b) noch voll ! Da hatte man nach einer früheren Anreise nach Schweinfurt schon andere Erfahrungen gemacht – Flaschen bei Ankunft leer und Spieler dafür voll, da mußte noch vor Ort ein Abstecher in einen Weinladen gemacht werden, um Ersatz zu beschaffen 😊

Dann ging’s Richtung Heimat, zügig und offenbar ohne größere Probleme. Die nächsten Turniere werfen ihre Schatten voraus, wir freuen uns drauf und bedanken uns bei den Gastgebern !

Steffi 

Die mitgehopperten Spieler: 

Anne, Astrid, Mechthild, Ramona, Steffi, Christian J, Christian SP, Jens H, Peter und Winni

( P.S.: nicht geklärt wurde bisher: wer hat auf einem Schild in der Halle denn aus den Mainhoppers die „Mainhoffers“ gemacht ??! Unerhört, obwohl vielleicht ein Fünkchen Wahrheit drinsteckte… 😊)

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